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Kupplungsgeberzylinder & Nehmerzylinder: Defekte, Wechsel und Kosten

Es liegt auf der Hand, dass ein so fein abgestimmtes System wie die Kupplung eines Autos nur optimal arbeiten kann, wenn alle Teile dieses Systems perfekt funktionieren. Ist das nach Jahr und Tag mal nicht mehr der Fall, dann muss eine Werkstatt den Schaden untersuchen und die defekten Teile auswechseln.

Bei einigen Fahrzeugmodellen wird statt einer Kupplungsbetätigung über einen Bowdenzug ein hydraulisches System eingesetzt. Bei der hydraulischen Kupplungsbetätigung kann es vorkommen, dass Kupplungsgeberzylinder sowie Kupplungsnehmerzylinder irgendwann mal gewechselt werden müssen. Weil dafür aber eine genaue Fehlerdiagnose, spezielles Equipment, eine Hebebühne und viel Fachwissen notwendig sind, sollte dazu unbedingt eine Fachwerkstatt aufgesucht werden – und das so schnell wie möglich.

Hier erfahren Sie, welche Anzeichen und Ursachen auf defekte Kupplungszylinder hinweisen, was beim Wechsel in der Werkstatt durchgeführt wird und wie sich die Kosten für die Instandsetzung zusammensetzen. Auf FairGarage finden Sie Freie und Vertragswerkstätten in Ihrer Umgebung, die den Wechsel defekter Kupplungsgeber- bzw. Nehmerzylinder zum fairen Preis durchführen.

Funktion und Aufgabe der Kupplungszylinder

Der Kupplunggeberzylinder  - Neuteil - für den wechsel bei einem Auto

Ein hydraulisches Kupplungssystem verfügt stets über jeweils einen Geberzylinder und einen Nehmerzylinder. Ähnlich wie bei einer Bremsanlage hat das hydraulische System die Aufgabe, die auf das Kupplungspedal eingebrachte Pedalkraft weiter zu leiten. Betätigt der Fahrer das Kupplungspedal, überträgt der Geberzylinder die Kraft an die im System enthaltene Hydraulikflüssigkeit.

Durch eine Hydraulikleitung (Kupplungsleitung) gelangt dabei Flüssigkeit und damit Druck zum Nehmerzylinder, welcher den Druck aufnimmt und an den Ausrücker weiter gibt. Die Kraft, die der Fahrer auf das Kupplungspedal ausübt, wird so an den Ausrücker und das Ausrücklager weitergegeben. Durch Betätigung des Ausrückers wird die Kupplung geöffnet und damit der Kraftfluss vom Motor zum Getriebe unterbrochen.

Aussehen und Einbauort der Kupplungszylinder

Kupplungsgeber und Kupplungsnehmer ähneln in Größe und Form kleinen Zylindern. Es sind stiftähnliche Bauteile mit Befestigungsschrauben und kleinen Anschlüssen für die Hydraulikflüssigkeit. Im Inneren arbeiten ein Metallstift und eine Feder. Prinzipiell sind Geberzylinder und Nehmerzylinder kleine Pumpen. Verbaut sind sie an der Spritzwand und am Getriebegehäuse, oftmals zwischen Getriebe und Motorblock.

Arbeitet ein Kupplungsgeberzylinder oder ein Nehmerzylinder nicht richtig, kann sich das durch unterschiedliche Symptome zeigen.

Symptome des defekten Nehmerzylinders

Kupplungnehmerzylinder - Neuteil -  für den Wechsel bei einem Fahrzeug

Ein defekter Kupplungsnehmerzylinder verursacht beim Kupplungsvorgang oft deutliche Geräusche. Auch ein verzögertes Schalten, ein ruckweises Kuppeln, merkliches Durchdrehen der Kupplung, zu viel Spiel des Kupplungspedals und ausgetretene Hydraulikflüssigkeit sind meistens deutliche Hinweise auf einen Defekt im Hydrauliksystem. Als Ursachen kommen hier neben einem Defekt am Nehmerzylinder Undichtigkeiten durch Risse oder Korrosion an der Hydraulikleitung, Verschmutzungen oder Verschleiß, sowie Luft im Hydrauliksystem in Betracht.

Symptome des defekten Geberzylinders

Wenn der Kupplungsgeberzylinder zu wechseln ist, sind die Symptome ähnlich. Unvollständiges, verzögertes oder ruckartiges Ein- bzw. Auskuppeln – oft auch in Verbindung mit einem hörbaren Rauschen – sind für den Experten deutliche Symptome. Auch austretende Hydraulikflüssigkeit, leckende Schläuche, Muttern, Rohre oder Gummidichtungen sind erste Anzeichen. Häufig gehen diese Symptome mit einem erhöhten Spritverbrauch und einer unzureichenden Kupplungsfreigabe („Kupplungsschleifen“) einher.

Verursacht werden solche Defekte im Geberzylinder durch Undichtigkeiten am Pedal, Verschleiß oder Korrosion am Kupplungsgeberzylinder, eingedrungene Luft oder feine Risse in der Stange und der Führungsabdeckung.

Fehlerdiagnose und Wechsel der Kupplungszylinder

Das Wechseln der beiden Hydraulikzylinder kann eine recht aufwendige und damit kostspielige Angelegenheit werden. Deswegen werden die Kupplungszylinder in der Werkstatt nach Möglichkeit nur einzeln gewechselt. Nach der präzise Fehlerdiagnose und fachmännische Prüfung wird der defekte Geberzylinder bzw. Nehmerzylinder gewechselt.

Ausbau des defekten Geber- bzw. Nehmerzylinders

Bei einigen Fahrzeugen kann der Ausbau der Kupplungszylinder aufwändig sein sein. Das ist immer dann der Fall, wenn der Motorraum schon durch andere Aggregate stark verbaut ist. So ist es bei einigen Modellen nötig, das komplette Getriebe des Wagens auszubauen, bevor Kupplungsgeberzylinder und Kupplungsnehmerzylinder überhaupt erreicht werden können. Ist der Kupplungszylinder defekt und muss gewechselt werden, treibt genau das die Kosten in die Höhe und macht vorab eine professionelle Fehlerdiagnose erforderlich.

Einbau des neuen Geber- bzw. Nehmerzylinders

Geberzylinder der Kupplung für den Wechsel bei einem Auto

Nach dem Entfernen von Anschlüssen und Zuleitungen werden die Befestigungsschrauben gelöst und die Zylinder können entnommen werden. Es ist der fachgerechte Einbau, der viel Zeit und Arbeit erfordert. Der neue Zylinder wird – nach dem Wechseln der Dichtungen – zunächst am Getriebe montiert. Dabei achtet der Experte peinlich genau darauf, dass der Ausrückhebel perfekt am Kupplungsnehmerzylinder anliegt. Das Trennen und erneute Zusammenbauen des Hydrauliksystems nehmen einige Zeit in Anspruch.

Zusatzarbeiten nach dem Wechsel

Nach dem Wechseln des Zylinders müssen noch Zusatzarbeiten durchgeführt werden. So entlüftet der Fachmann die Kupplung. Dazu wird am Nehmerzylinder ein Schlauch befestigt, der mit dem Vorratsbehälter der Hydraulikflüssigkeit verbunden ist. Das Ganze wird unter Druck gesetzt, bis sich keine Luftbläschen mehr im Hydrauliksystem befinden.

Kosten für den Wechsel der Kupplungszylinder

Die Kosten für das Wechseln der Kupplungszylinder werden nicht nur vom Fahrzeugmodell oder von der Art der Werkstatt bestimmt. Im günstigsten Fall liegen die Probleme mit der Kupplung nur an einer porösen bzw. undichten Hydraulikleitung. Eventuell müssen die Kupplungszylinder dann nicht erneuert werden. Die Materialkosten für einen solchen Werkstatttermin liegen für beide Kupplungszylinder, Kleinteile, Dichtungen und Hydraulikflüssigkeit bei mindestens 200,- Euro.

Der Löwenanteil der Kosten bei den defekten Kupplungszylindern entfällt hierbei auf die Werkstattkosten. Die Werkstattkosten lassen sich aber nicht pauschal beziffern, da der Aufwand für den Wechsel der Kupplungszylinder bei den verschiedenen Fahrzeugmodellen höchst unterschiedlich ist.