Rost am Auto entfernen: Infos & Werkstattsuche

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Wie lassen sich Rost und die Roststellen am Auto dauerhalft entfernen?

Die Lackierung von Autos ist nicht nur ein optisches Gimmick. Zwar kann die Wahl eines roten, weißen, blauen oder grauen Modells durchaus die persönlichen Vorlieben des Fahrers widerspiegeln, eines haben die mehr oder weniger bunten Lacke aber alle gemeinsam: Sie schützen die Karosserie vor einer ganzen Reihe von Umwelteinflüssen. Steinschläge, Hagelkörner, Bremsenabrieb oder Streusalz können der mehrteiligen Schutzschicht ebenso zusetzen wie tiefe Kratzer, die den harten Klarlack verletzen. Besonders nach kleineren und größeren Unfällen ist Vorsicht geboten: Wird der Lackaufbau nicht sorgfältig wiederhergestellt, nagt der sprichwörtliche Zahn der Zeit im schlimmsten Falle direkt am Metall – früher oder später lassen sich Korrosionsschäden und Rost dann nicht (mehr) verhindern. Neben den sichtbaren Flächen sollte auch die Unterseite des Fahrzeugs im Auge behalten werden: Überall, wo mehrere Bleche übereinander liegen, aber auch an Schwellern, Seitenwänden und Kniestücken ist Korrosion und Rost nach wie vor ein Thema.

Ob bei Steinschlägen, Lackkratzern oder nach Parkremplern und Unfallschäden: Am besten sollten alle Fehler an der Fahrzeugkarosserie möglichst schnell in einem professionellen Reparaturbetrieb geprüft und fachgerecht behoben werden. So ist sichergestellt, dass die schützende Lackschicht wieder aufgebaut wurde und Rostschutz auch von unten und innen gegen Korrosion vorbeugt.

Einen zuverlässigen Karosseriefachbetrieb zur Rostentfernung in der Region finden Sie über die FairGarage Werkstattsuche. Nach der fachmännischen Begutachtung des Schadens bzw. der Roststelle vor Ort bekommen Sie einen fairen Kostenvoranschlag.

INHALTSVERZEICHNIS:

Sollte Rost am Auto sofort entfernt werden?

Rost über den Reifen

Die Zeit der sprichwörtlichen „Rostlauben“ sollte zwar eigentlich vorbei sein - immerhin geben viele Fahrzeughersteller bereits seit einiger Zeit Jahre oder gar Jahrzehnte der sogenannten „Durchrostungsgarantien“. Ist die schützende Lackschicht intakt, hat der Fahrer also nur noch selten mit „Autos zu tun, die bereits im Katalog korrodieren“, wie dies früher mancher Marke nachgesagt wurde. Dies ist jedoch nur die halbe Wahrheit, gelten solche Versprechen doch selbst bei modernen Modellen nur dann, wenn diese von erfahrenen und gut ausgestatteten Fachwerkstätten gewartet werden. Treten Roststellen an der Karosserie auf, ist also längst nicht alles verloren – der Besitzer sollte aber nicht zu lange mit dem Entfernen (lassen) entsprechender Schäden warten, da diese sich im wahrsten Sinne des Wortes durchs Blech fressen können.

Der Garantiezeitraum gegen Durchrostung von verschiedenen Herstellern (Stand 2024):

MARKE ROSTGARANTIE
AUDI 12 Jahre
BMW 12 Jahre
FIAT 8 Jahre
FORD 8-12 Jahre (je nach Modell)
HONDA 12 Jahre
HYUNDAI 12 Jahre
KIA 7-12 Jahre (je nach Modell)
MERCEDES bis zu 30 Jahren
NISSAN 12 Jahre
OPEL 12 Jahre
SKODA 6,10 oder 12 Jahre (je nach Modell)
TOYOTA 6 - 12 Jahre (je nach Modell, Ladeflächen 3 Jahre)
VOLVO 12 Jahre
VW 12 Jahre

Wie lässt sich Rost am Autos vermeiden?

Über kurz oder lang wird fast jedes Fahrzeug von Korrosion betroffen sein. Autobesitzer können jedoch mit guter Pflege entgegenwirken: Steht der fahrbare Untersatz überwiegend in einer geschlossenen Garage, senkt dies die Gefahr von Rostschäden auf einen Zeitraum von 10 Jahren gerechnet um mehr als 50 Prozent. Auszahlen kann sich auch eine halbjährliche Wachsbehandlung sowie die Auswahl der Optionen Unterbodenwäsche und -schutz beim Besuch von Waschanlagen. Besondere Vorsicht ist im Winter geboten, da Streusalz Karosserie und Blech stark angreift. Wer regelmäßig bei Schnee und Eis unterwegs ist, sollte sein Auto regelmäßig säubern. Generell sind schmutzige Fahrzeuge anfälliger für Rost, da die Karosserie unter dem Dreck länger feucht bleibt.

Gefahr droht aber nicht nur von außen: Auch Feuchtigkeit im Inneren kann Rost verursachen. Laufen Getränke aus oder wurden bei einem Regenguss nicht alle Fenster rechtzeitig geschlossen, sollten betroffene Stellen möglichst schnell getrocknet werden. Wirkliche „Sicherheit“ vor klassischer Korrosion bieten nur vollverzinkte Fahrzeuge oder Modelle mit Aluminiumkarosserie wie Audi A2 oder A8 sowie manch exklusive Sportwagen. Im Unterschied zu Stahlblechen bildet das Leichtmetall sofort eine Oxidschicht, die das Material unempfindlicher macht. Bei der Reparatur müssen spezielle und separate Werkzeuge benutzt werden, da es zu Kontaktkorrosion kommen kann, wenn Stahl- und Aluminiumbleche mit den selben Werkzeugen bearbeitet werden.

Welche Stellen am Auto sind besonders für Rost anfällig?

Trotz bester Pflege wird sich Korrosion nur in den seltensten Fällen ein komplettes Autoleben lang vermeiden lassen. Aufmerksame Fahrzeugbesitzer sollten deswegen vor allem die Stellen im Auge behalten, die erfahrungsgemäß besonders anfällig für Rostentwicklung sind. Dazu gehören unter anderem die Innenseite der Motorhaube beziehungsweise der Heckklappe, aber auch von Radkästen und Tankdeckel. Regelmäßig kontrolliert werden sollten – soweit möglich – auch die Wagenheberaufnahmen, die Reserveradmulde, die Verkleidungen rund um Front- und Heckscheiben sowie das Metall rund um und unterhalb von Zierleisten. Schon diese Aufzählung macht deutlich, dass oft der geschulte Blick eines Fachmanns notwendig ist, damit Roststellen nicht erst im Zuge der Hauptuntersuchung von Kfz-Prüfingenieuren entdeckt werden.

Wie lässt sich Flugrost bzw. kleine Rostflecke entfernen?

Oberflächliche Roststellen am Auto, die sich beim Darüberfahren rau anfühlen, können mit Autopolitur und einem fusselfreien Tuch oder Flugrostentferner beseitigt werden.

Wie lässt sich Rost am Auto professionell entfernen?

Rost an Türen des Autos

Ist neben der Lackierung auch das Blech betroffen, müssen die korrodierten Stellen abgeschliffen und mit Silikonentferner behandelt werden. Das blanke Metall wird durch einen kompletten Lackaufbau (Primer, Basis- und Klarlack) geschützt. Haben sich bereits größere Rostblasen oder -Löcher gebildet, so dass Lack und Metall „abblättern“ sollte die komplette Stelle außen und innen sorgfältig abgeschliffen werden. Nach dem Auftrag der Grundierung werden Unebenheiten und Löcher mit Spachtelmasse ausgeglichen oder verschlossen und mit Schleifpapier geglättet. Nach einer weiter Behandlung mit Primer erfolgt der Aufbau der Lackschicht wie gehabt.

Ist die Roststelle fachgerecht entfernt und die Korrosion beseitigt, ist es wichtig, das Blech auch von innen gegen erneuten Rostbefall zu schützen. Dazu dient neben dem Lackaufbau eine gründliche Hohlraumkonservierung nach der Instandsetzung. Verzichtet der Instandsetzer auf diese Maßnahmen, drohen bereits nach einigen Monaten, spätestens Jahren erneute Korrosionsprobleme. Um einen optimalen Rostschutz zu erzielen, sind bei kleineren Rostschäden Richtarbeiten einem Austrennen und Einschweißen von Blechen vorzuziehen – etwa beim Reparieren einer Seitenwand. Sind Schraubteile betroffen, kann der Einsatz eines Neuteils Vorteile für die Vermeidung von Roststellen haben, da dieses bereits vom Hersteller entsprechend vorbehandelt wurde.

Sollte man bei Roststellen die Fachwerkstatt aufsuchen?

Im Internet kursieren auch heute noch etliche Do It Yourself-Anleitungen rund um das Thema Rostentfernung. Autobastler setzen dabei auf verschiedenste Hausmittelchen von Cola, Essig, Zitronensäure oder Öl bis hin zu Backpulver. Die (vermeintliche) Wirkungsweise ist stets die selbe: Saure oder basische Stoffe greifen die Ablagerungen an betroffenen Stellen an, die sich nach entsprechenden Wartezeit angeblich mit einem Tuch oder Schwamm entfernen lassen. Selbst wenn dies im Ausnahmefall funktionieren sollte, besteht immer noch die Gefahr, kleinere Rostflecken zu übersehen, die sich über kurz oder lang erneut ausbreiten, oder den notwendigen Lackaufbau weiter zu beschädigen.