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Smart Repair: So lassen sich kleine Schäden am Auto günstig und wirksam reparieren

Ursprünglich stammt das Konzept der Smart Repair aus der Automobilindustrie. Stellten die Fahrzeughersteller im Rahmen der abschließenden Qualitätssicherung frisch produzierter Modelle Dellen oder Kratzer im Blechkleid fest, werden diese vor Auslieferung an den Handel repariert. Statt bei einer kleineren Beule die komplette Motorhaube oder einen ganzen Kotflügel auszuwechseln oder zu lackieren, wird nur die beschädigte Stelle punktgenau instandgesetzt – dies spart Zeit, Geld und Ersatzteile. Smart Repair gilt deshalb als wirtschaftliche und umweltfreundliche Alternative zu konventionellen Karosserie- und Lackreparaturen. Daher ist es naheliegend, dass Smart Repair auch von vielen KFZ-Werkstätten angeboten wird.

Auf FairGarage finden Sie Festpreis-Angebote für Smart Repair sowie die Fachwerkstätten in Ihrer Nähe. Wenn Sie die perfekt gelegene Werkstatt gefunden haben, können Sie ganz bequem online einen Service-Termin reservieren oder eine Anfrage stellen.  Bitte beachten Sie, dass in den meisten Fällen ein Besichtigungstermin vor Ort für die Begutachtung des Schadens und den Kostenvoranschlag nötig ist.

Auf dieser Seite finden Sie alle wichtigen Informationen rund um das Thema Smart Repair:

Was ist Smart Repair?

Ausbesserung kleiner Beulen in der Werkstatt

Smart Repair (dt.: kluge Instandsetzung, die Abkürzung smart steht für „small and middle area repair technologies“ = Kleinschadenreparaturtechniken) ist der Sammelbegriff für eine Vielzahl von Reparaturmethoden, um kleine bis mittlere Schäden rund um das Fahrzeug möglichst kostengünstig zu beseitigen. Der Begriff ist rechtlich nicht geschützt.

Was ist die Grundidee von Smart Repair?

Ziel von Smart Repair ist es immer, die ursprünglichen Flächen beziehungsweise Teile weitestgehend zu erhalten und nur den eigentlichen Schaden ohne größere Eingriffe auszubessern. So lassen sich Risse in Kunststoffstoßfängern mit Metallnetzen verstärken, die in das Bauteil eingeschmolzen und mit thermoplastischem Kunststoff verschlossen werden. Defekte Polster werden zunächst mit Flicken ausgebessert, ehe in einem zweiten Schritt die individuelle Oberfläche mit Fasern und Klebstoffen wieder hergestellt wird. Dellen und Beulen werden mit verschiedenen Techniken (z.B. mit Spezialwerkzeug von innen, über angeschweißte Zughaken oder durch Wärmeeintrag von außen) aus dem Blech massiert, ohne dass komplette Teile ersetzt werden müssen.

Welche Schäden können mit Smart Repair instandgesetzt werden?

Smart Repair bei Kratzern im Lack

Die alternativen Instandsetzungsmethoden werden überall am und im Auto eingesetzt: So fällt die Reparatur von Dellen und Lackkratzern nach einem Parkrempler ebenso unter den Oberbegriff Smart Repair wie die Ausbesserung von Felgen. Gleiches gilt für die Beseitigung von Brandlöchern in Autositzen beziehungsweise das Reparieren von Schnitten oder Rissen in Kunststoffoberflächen im Inneren des Fahrzeugs.

Häufigste Einsatzgebiete von Smart Repair sind:

  • lackschadenfreies Ausbeulen (DOL = Dellenentfernung ohne Lackieren) nach Hagelschaden oder kleineren Anstößen
  • Reparatur von Felgen oder Reifen (in Ausnahmefällen, da sicherheitsrelevant)
  • Aufbereitung von Scheinwerfern
  • Reparatur von Steinschlägen im Autoglas, Blech und Kunststoff
  • Instandsetzung kleinerer Kratzer in Metall- und Kunststoffoberflächen
  • Kleinlackierungen (Spot Repair)
  • Reparatur von Leder- und Stoffsitzen (etwa Verschleißspuren, Risse oder Brandlöcher)
  • Instandsetzung von Kunststoffoberflächen im Innenraum (z.B. Lenkrad, Bohrlöcher im Armaturenbrett)
  • Geruchsbeseitigung (z.B. Raucher- oder Tierhalterfahrzeuge)

 

Welche Einsparpotenziale bietet Smart Repair?

In der Regel sind alternative Smart Repair Methoden deutlich billiger als der Tausch von Karosserieteilen. Im Vergleich zu herkömmlichen Reparaturen sind je nach Schaden Einsparungen von bis zu 75 Prozent möglich. Dies liegt daran, dass sowohl Material- als auch Zeitaufwand sich in Grenzen halten. So entfallen nicht nur Ein- und Ausbaukosten. Auch die Lieferung von Ersatzteilen und das Bereitstellen eines Ersatzwagens ist in der Regel unnötig, was die Standzeiten in der Werkstatt reduziert. Dank niedrigerer CO2- und Schadstoffemissionen weisen Smart Repair-Methoden die bessere Ökobilanz auf.

Ein weiterer Vorteil: Durch den Verbleib der Originalstruktur werden Festigkeit und Korrosionsbeständigkeit des Fahrzeugs nicht beeinträchtigt. Fachgerecht ausgeführt sind per Smart Repair ausgebesserte Schäden einwandfrei und ebenso nachhaltig behoben wie mit herkömmlichen Methoden.

Müssen Kleinschäden zwingend repariert werden?

Das Malheur beim Einparken oder der leichte Auffahrunfall im Stadtverkehr sind schnell passiert, Steinschläge im Blech im Laufe eines Autolebens fast unvermeidbar. Generell sind Schäden, die per Smart Repair ausgebessert werden können, vor allem optischer Natur – eine Instandsetzung ist also nicht zwingend notwendig. Eine Ausnahme stellen Steinschläge in der Frontscheibe dar, die sich durch Vibration oder Temperaturschwankungen zu einem Riss auswachsen können und in jedem Fall repariert werden sollten.

Da es in den meisten Fällen nur um „kosmetische Eingriffe“ geht, übernehmen Kfz-Versicherungen die Beseitigung solcher Kleinschäden – wiederum mit Ausnahme defekter Frontscheiben – im Regelfall nicht. Ausnahmen sind spezielle Tarife mancher Versicherungsanbieter, die eine oder zwei Schönheitsreparaturen pro Jahr inkludieren.

Ebenfalls zum Einsatz kommen alternative Reparaturmethoden überall dort, wo der Zeitwert eines Fahrzeuges erhalten oder gesteigert werden soll – zum Beispiel in Leasingflotten oder der Gebrauchtwagenvermarktung.

Wo liegen die Grenzen von Smart Repair Methoden?

Größere Schäden sind nicht mehr Smart Repair geeignet

Kosmetische Reparaturen mit Smart Repair sind nicht überall am Fahrzeug und nicht bei jedem Schadenbild möglich. So empfiehlt das Institut für Fahrzeuglackierung (IFL) Spot Repair auf maximal eine Stelle pro Fahrzeugteil zu beschränken, die nicht größer als 3,5 Zentimeter im Durchmesser sein sollte. Als Faustregel gilt, dass die Reparaturfläche insgesamt die Größe eines DIN A4-Blattes nicht überschreiten sollte.

Die lackschadenfreie Ausbeultechnik findet ihre Grenzen an Karosserieteilen, die mit dem entsprechenden Spezialwerkzeug nicht gut erreicht werden können, wie doppelwandigen Blechen von A-Säulen oder Radläufern. Auch an Sicken und Kanten ist die Dellenentfernung oft schwierig oder gar nicht möglich. Bei schweren Hagelschäden ist zudem zusätzlich zum Ausbeulen eine klassische Reparaturlackierung notwendig. Steinschläge in der Frontscheibe, die direkt im Sichtfeld des Fahrers liegen, sind ebenfalls irreparabel, da mögliche blinde Stellen ein Sicherheitsrisiko darstellen können.

Fachgerecht durchgeführt, sind Smart Repair-Methoden durchaus in der Lage, kleinere Schäden verschwinden zu lassen – ein geschultes Auge wird die Übergänge von reparierter Stelle zu Originalzustand jedoch in der Regel erkennen.

Wer kann Smart Repair einsetzen?

Um kleinere Fehler mit Smart Repair erfolgreich verschwinden zu lassen, ist nicht nur handwerkliches Geschick vonnöten. Vor Beginn der eigentlichen Reparatur sollte unbedingt abgeklärt werden, ob an der betroffenen Stelle Smart Repair möglich und zielführend ist. Für die meisten Einsatzzwecke gibt es Spezialwerkzeuge oder komplette Reparatursets verschiedenster Anbieter, die einiges an Übung verlangen. Fortbildungsinstitute wie das IBF Halle bieten entsprechende Lehrgänge für Werkstattmitarbeiter an.

Soll Smart Repair also wirklich wirtschaftlich sinnvoll und vor allem technisch einwandfrei zum Einsatz kommen, ist der Besuch in einer Fachwerkstatt unabdingbar. Neben klassischen Autohäusern gibt es ausgewiesene Smart Repair-Spezialisten, die viel Erfahrung und Übung in alternativen Reparaturen aufweisen können. Einen geeigneten Betrieb in Ihrer Nähe finden Sie über die FairGarage Werkstattsuche – dort erhalten Sie einen Kostenvoranschlag für Ihr konkretes Schadensbild.