Anzeichen einer defekten Zündspule

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Zündspule defekt: Symptome, Folgen, Fehlersuche und Prüfung

Wenn es eine Sache gibt, auf die wir bei unseren Autos verzichten können, dann das: ein Defekt. Spätestens wenn der Motor nicht mehr startet, brauchen wir keinen Sherlock Holmes, der uns sagt, dass irgendetwas nicht stimmt. Die erste Vermutung deutet oft auf eine defekte Zündspule hin, denn diese sorgt dafür, dass der Funken überspringt. Dass es manchmal gar nicht so leicht ist, eine defekte Zündspule zu diagnostizieren, wie es aber dennoch gelingt und was das für Sie bedeutet, verraten wir Ihnen hier.

Die Zündspule - Ein Verschleißteil?

Auch wenn eine Zündspule keinen klassischen Verschleiß aufweist, können verschiedene Defekte in der Primär- und Sekundärwicklung oder an den Anschlüssen auftreten. Ein Kurzschluss, Windungsschluss oder eine Unterbrechung kann eine Ursache für einen Defekt sein. Nicht immer lässt sich ein Defekt der Zündspule auf Anhieb identifizieren. Mögliche Symptome der defekten Zündspule und deren Auswirkungen können oft auch auf andere defekte Teile, wie beispielsweise bei älteren Fahrzeugen einen defekten Zündverteiler, hindeuten.
Bei den aktuellen Fahrzeugen sollte die Eigendiagnose des Systems über die Fehlerauslese abgefragt werden. Zur Sicherstellung der Ursache empfehlen wir das Messen und Prüfen der Elektrik oder die Begutachtung im ausgebauten Zustand. Fachwerkstätten sind mit Motortestern ausgerüstet, die über ein spezielles Programm die Prüfung der Zündspule sowie der anderen Bauteile einer Zündanlage ermöglichen.

Auf FairGarage können Sie die Kosten für das Erneuern einer defekten Zündspule berechnen, Werkstattangebote in Ihrer Nähe vergleichen und direkt einen passenden Termin vereinbaren!

Ursachen einer defekten Zündspule

Nahaufnahme einer defekten Zündspule

Im Laufe der Zeit treten an Zündspulen Alterungserscheinungen auf. Diese äußern sich nicht selten in Form von Materialermüdung. Dadurch kann im Innern der Zündspule ein Kurzschluss entstehen. Die Folge eines Kurzschlusses ist, dass eine der Zündkerzen nicht mehr funktioniert. Neben einem Kurzschluss gibt es weitere Ursachen für eine nicht funktionierende Zündspule. Zum Überprüfen der Funktionstüchtigkeit sind Fehlerauslesegeräte oder Testgeräte erforderlich, die ein Hobbybastler in der Regel nicht zur Hand hat. Die Widerstandsmessung der Sekundärspulen ist bei verschiedenen Bauarten wegen der Kaskadendioden nur mit Werkstattgeräten möglich.
Kaskadendioden befinden sich im Sekundärstromkreis. Sie verhindern, dass beim Aufladen der Zündspule eine Zündfunke ausgelöst wird.Hier reicht die Blockbatterie eines Meßgeräts nicht aus, den Durchgang zu prüfen und es würde fälschlicherweise auf Unterbrechung diagnostiziert.

Auswirkungen einer defekten Zündspule

Bei modernen Motoren merkt das Steuergerät, wenn eine Zündung ausfällt und schaltet bei diesem Zylinder die Einspritzung aus. Damit wird verhindert, dass der überflüssige Kraftstoff im Katalysator verbrennt und diesen überhitzt und damit zerstört. Ist eine Zündspule defekt, muss diese umgehend ausgetauscht werden. Im schlimmsten Fall lässt sich der Motor nicht mehr starten.

Folgende Anzeichen weisen auf eine defekte Zündspule hin:

  • Gerade im unteren Drehzahlbereich läuft der Motor sehr rau
  • Der Motor ruckelt oder hat Leistungseinbrüche
  • Ein fühlbar schlechter laufender Motor während der Aufwärmphase
  • Probleme beim Starten des Motors
  • Erhöhter Kraftstoffverbrauch
  • Weniger Leistung im oberen Drehzahlbereich des Motors
  • Eine rot oder gelb aufleuchtende Motorwarnleuchte (MIL-Lampe / Malfunction indicator lamp)

Zündspule kaputt – weiterfahren?

Drei ausgebaute Zündspulen beim Prüfen auf Defekt

Sollten die oben genannten Symptome einer defekten Zündspule unterwegs auftreten, sollte man nicht mehr lange weiter fahren. Suchen Sie baldmöglichst eine Fachwerkstatt auf. Bei älteren Fahrzeugen mit Verteilerzündung können Folgeschäden entstehen (Neuere Autos mit digitaler Motorelektronik unterliegen diesem Risiko wegen des Katalysatorschutzes nicht.). Bei dieser Gelegenheit ist in der Werkstatt auch gleich die Prüfung der Zündkabel und Zündkerzen zu empfehlen. Preise vergleichen und eine passende Werkstatt in Ihrer Nähe finden können Sie direkt bei uns.

 

Zündspule in der Fachwerkstatt prüfen lassen

Eine Fachkraft in einer Kfz-Werkstatt weiß, wo sie den Defekt suchen muss. Ein Totalausfall einer Zündspule ist schnell erkannt.
Schwierig ist die Diagnose bei Spulen, die zwar manchmal Probleme machen, aber nicht durchgehend auffällig sind. Daher ist Erfahrung nebst Diagnose- und Zündspultestgeräten unabdingbar, um Ihnen weiterhelfen zu können.

Zündspule durch das Auslesen der Fehler prüfen

Zündspule beim Prüfen und Messen in der Werkstat

Verteilerlose Zündsysteme ermöglichen eine einfachere Diagnose der Ursache als Zündanlagen mit Verteiler, da diese im Einzelnen getestet werden müssen. Oft werden dazu On-Board-Diagnose (OBD)-Systeme mit festgelegten Fehlercodes verwendet. Bei entsprechenden Fahrzeugen leuchtet eine Lampe für „Motorsteuerung“ am Armaturenbrett auf. Häufig ist aber das Prüfen einer Zündspule auf Defekt durch das Auslesen des Fehlerspeichers nur unzureichend aussagekräftig. Denn der entsprechende Eintrag im Fehlerspeicher kann auch von anderen Teilen der Zündanlage verursacht werden. Beispielsweise kann eine schwache Batterie für eine zu geringe Bordspannung sorgen und die Zündprobleme der Spule auslösen. Dann fällt während des Startvorgangs die Spannung unter 8,5 Volt und alle Relais – auch das DME-Relais fallen ab. Damit ist weder Einspritzung noch Zündung möglich. Das Fehlergerät meldet: Fehler B+

Testen moderner Zündspulen ist anspruchsvoll

Auch beim Prüfen der Zündspule per Widerstandsmessung lässt sich immer seltener ein eindeutiges Ergebnis ermitteln. Zudem sind die Zündspulen oft nur mit Spezialwerkzeug zugänglich. Da die Fehlerdiagnose bei modernen Zündsystemen immer komplexer wird, werden vom Fachmann gerne Spezialgeräte verwendet, die das Prüfen der Zündspule im eingebauten sowie ausgebauten Zustand möglich machen.

So wird eine Zündspule in der Fachwerkstatt auf Defekt geprüft

Zündspulen werden auf Defekt getestet und gemessen

Zündspulen können in der Werkstatt mit den üblichen Prüfgeräten, wie Multimeter oder Oszilloskop, geprüft werden. Eine Fachwerkstatt hat die Möglichkeit, die Zündspule im eingebauten oder ausgebauten Zustand auf Defekt zu testen. In den meisten Fällen reicht eine Kontrolle im eingebauten Zustand aus. In der Regel hat das Steuergerät der digitalen Motorelektronik eine Eigendiagnose. So kann über den Tester die defekte Zündspule ausgelesen werden. Hier hat eine Autowerkstatt mehrere Möglichkeiten.

Mögliche Prüfungen der Zündspule auf Defekt im eingebauten Zustand:

  • Prüfung auf mechanische Beschädigungen
  • Gehäuse auf Haarrisse oder Austritt von Vergussmasse prüfen
  • Elektrische Verkabelung und Steckverbindungen auf Beschädigungen oder Oxidation prüfen
  • Spannungsversorgung der Zündspule überprüfen
  • Fehlerspeicher mit Diagnosegerät auslesen
  • Motorsteuerungen mit Zündüberwachung
  • Darstellung des Hochspannungsverlaufes mit Oszilloskop oder Zündoszilloskop

Defekte Zündspule mittels Messung identifizieren

Nicht immer müssen sämtliche Zündspulen erneuert werden. Vorteilhaft ist, dass beim Überprüfen ganz genau ersichtlich wird, welche Komponenten zu erneuern sind. Beim Messen der Zündspulen lässt sich außerdem herausfinden, ob sich die Werte noch im Toleranzbereich befinden. So lässt sich schnell und unkompliziert herausfinden, ob die Zündspule defekt ist und zu welchem Zeitpunkt ein Austausch sinnvoll ist. Nach dem erfolgreichen Testen wird die kaputte Zündspule gegen ein Neuteil ausgetauscht. Letztendlich sparen Sie dadurch Geld, da intakte Teile nicht ausgetauscht werden müssen. Den passenden Termin bei Ihrer Wunschwerkstatt können Sie online auf FairGarage vereinbaren.

Zündspule selber testen kann lebensgefährlich sein

Nahaufnahme des Motorblocks: Prüfen der Zündspulen auf Defekt

Es ist auf keinen Fall empfehlenswert, als Laie und ohne korrekte Messung Zündspulen auszutauschen. Das Prüfen und Messen der Funktion von Zündspulen sollte ausschließlich von Fachleuten durchgeführt werden. Aufgrund der hohen Spannungen besteht bei einer kleinen Unachtsamkeit sogar Lebensgefahr. Denn die Zündspule erzeugt aus der üblichen bordeigenen Spannung von 12 Volt eine Hochspannung von ca. 15.000 Volt oder sogar bis ca. 40.000 Volt. Über einen Zündverteiler wird die ankommende Hochspannung an die Zündkerzen verteilt. Dieser großen Spannung zündet das Kraftstoff-Luftgemisch im Zylinder sicher.

Vorteile der aktuellen Zündspulen

Es gibt unterschiedliche Bauarten von Zündspulen. Bei älteren Motoren befindet sich nur eine einzige Zündspule im Motorraum. Die hohe Spannung wird dann mittels Zündverteiler an die einzelnen Zylinder weitergeleitet. Bei aktuellen Motoren befindet sich in der Regel oberhalb jedes Zylinders eine Zündspule. Dadurch lässt sich zylinderindividuell der exakte Zündzeitpunkt festlegen. Je präziser die Zündung eingestellt ist, desto weniger Kraftstoff verbraucht der Motor. Zudem erreicht der Motor dadurch seine optimale Effizienz.
Die Ausbildung zum Kfz-Elektriker beinhaltete bis Mitte der 70er Jahre das Wickeln von Zündspulen. Heutzutage ist dies nicht mehr wirtschaftlich. Mittlerweile ist ein Austausch defekter Zündspulen einfacher, schneller und kostengünstiger. Sinn macht diese Praxis gegebenenfalls noch bei der Restaurierung von Oldtimern. In den heutigen Fahrzeugen ist eine vollelektronische ruhende Zündverteilung (RZV) üblich. Jede Zündkerze verfügt über ein Zündmodul mit einer eigenen Zündspule. Der Vorteil: Geht ein Zündmodul kaputt, fällt nur ein Zylinder aus. Der Zündverteiler, die entsprechende Mechanik und die Spannungskabel entfallen. Der Vorteil: Geht ein Zündmodul kaputt, fällt nur ein Zylinder aus.