Einspritzdüsen prüfen lassen

Einspritzdüse prüfen,
sicher weiterfahren

Jetzt Einspritzdüse wechseln:

Fahrzeug wählen
Zu kompliziert?

Ohne Fahrzeug und Service eine Werkstatt in Ihrer Nähe finden und ein Angebot für Ihr Fahrzeug anfragen.

Zur Werkstattsuche

Service wählen


Region wählen

Ausstattung wählen

Injektoren oder Einspritzdüsen prüfen – so wird es gemacht

Einspritzdüsen sind sehr wichtige Bauteile, die die Verbrennung und deren Verlauf sowohl beim Ottomotor als auch beim Dieselmotor beeinflussen. Ist die Einspritzung fehlerhaft, sollte man die Einspritzdüsen prüfen. Als Laie erkennt man allein an den vorliegenden Symptomen nicht, ob es tatsächlich ein Problem mit den Einspritzdüsen gibt. Eine professionelle Düsendiagnose ist nur mit einem Tester möglich. Jede Werkstatt besitzt ein solches Gerät und prüft für Sie die Einspritzdüsen. So erkennt Sie an den Einspritzwerten und dem Rundlauf des Motors, welcher Injektor abweicht oder welcher defekt ist. Das Einspritzsystem ist präzise abgestimmt und daher sehr empfindlich. Manchmal reicht es, die Reihenfolge der Injektoren in den Zylindern zu wechseln.

Auf FairGarage finden Sie schnell und unkompliziert Hilfe. Finden Sie Werkstätten in Ihrer Nähe und vergleichen Sie unverbindlich Angebote für den Austausch Ihrer defekten Einspritzdüsen. Anschließend können Sie bei Ihrer Wunschwerkstatt bequem online einen Termin reservieren.

FAQ: Einspritzdüse prüfen

Aufgabe der Einspritzdüsen?

Nahaufnahme der Einspritzdüse im Motor eines Autos

Die Aufgabe einer Einspritzdüse besteht darin, Benzin im Saugrohr oder Diesel im Brennraum des Motors fein zu zerstäuben und zu verteilen. Die Einspritzdüse lässt die gewünschte Flüssigkeitsmenge durch. Im Motor ist ein Einspritzventil oder Injektor pro Zylinder verbaut.

Spritzt die Einspritzdüse direkt in den Brennraum, dann spricht man von einem Direkteinspritzer. Das trifft auf alle modernen Diesel und viele Benziner zu. Öffnen und Schließen der Düse geschieht mehrmals pro Sekunde. Eine Einspritzdüse ist ein Nadelventil, dessen Nadel auf den Sitz des Ventils gedrückt wird – früher rein mechanisch, heute elektronisch wird dieses Ventil gesteuert und bringt den Kraftstoff in die Zylinder. Die Einspritzdüse sorgt zum richtigen Zeitpunkt für die richtige Menge Brennmaterial im Brennraum, damit der Motor seine ganze Kraft entfalten kann.

Einspritzdüse prüfen: Die Ursache des Problems

Es gibt fünf Arten von Einspritzdüsen.
Beim Dieselmotor kennt man drei Arten von Einspritzdüsen:

  • Einspritzdüsen in Vorkammermotoren und Wirbelkammermotoren. Solche Motoren wurden früher eingebaut. Sie sind mechanisch gesteuert.
  • Es folgten Pumpe-Düsen-Einheiten. Hier ist die Düse gleichzeitig mit einer Pumpe ausgestattet, über denen eine Nockenwelle angeordnet ist. Sie werden elektronisch gesteuert. Volkswagen verwendete viele Dieselmotoren mit Pumpe-Düse-Einheiten, die abgekürzt als PDE bezeichnet wurden.
  • Heutige Dieselmotoren mit Common Rail Einspritzung arbeiten mit einem Druck bis zu 2200 bar. Die Düsen werden elektronisch über einen Servomechanismus geöffnet. Die Einspritzmenge kann auf 5 bis 7 einzelne Einspritzschübe aufgeteilt werden.

Gleichzeitig bestimmen beim Dieselmotor die Düsen, wann die Verbrennung beginnt. Man braucht allerdings kein Bauteil das einen Funken erzeugt. Diesel zündet auf Grund der hohen Temperatur im Brennraum. Diese Art des Verbrennungsbeginns nennt man Selbstzündung.

Ist der Motor heiß, fängt schon der allererste Kraftstofftropfen an zu brennen und da die Menge auf eine gewisse Zeit verteilt wird steigt der Druck nicht schlagartig - sondern der Motor läuft weich.

Nageln ist eine sehr schlechte Eigenschaft von kalten Dieselmotoren. Bei kaltem Motor sammelt sich bei unverbrannter Diesel im Brennraum, das durch den kalten Motor zu spät verdampft. Danach verbrennt es. Der Fachmann sagt für diesen Vorgang „Zündverzug“.

Ottomotoren gibt es mit zwei Arten von Einspritzdüsen:

  • Die meisten Motoren spritzen ins Saugrohr ein und arbeiten mit einem Druck zwischen 3 und 5 bar.
  • Direkteinspritzende Motoren wie fsi von Volkswagen oder GDI von Mitsubishi arbeiten mit höheren Drücken, weil sie in den Brennraum einspritzen.

Während der Einspritzung und im Brennraum bildet sich ein fein verteiltes Kraftstoff-Luft-Gemisch. Dieses wird mittels Zündkerze gezündet. Deshalb heißt diese Art der Zündung Fremdzündung.

Einspritzdüse prüfen: Die Ursache des Problems finden

Ein Einspritzventil oder Injektor verfügt über viele feine Spritzlöcher, die je nach Größe und Anzahl den Einspritzdruck, die Zerstäubung und damit die Qualität der Verbrennung beeinflussen. Die Einspritzdüse kann nach einer Weile im Betrieb Verbrennungsrückstände aufweisen. Fachleute sprechen vom sogenannten „Verkoken“ und testen daraufhin auch die Düse. Der Kraftstoff wird nicht mehr optimal zerstäubt, die Verbrennungsqualität lässt nach und die Abgaswerte verändern sich. Dieselfahrzeuge sind davon häufiger betroffen als Benzinverbrenner. Deshalb kommt es häufiger vor, dass Werkstätten Diesel-Einspritzdüsen prüfen. Bei Benzinmotoren liegt der Fehler eher öfter an den Zündkerzen als an den Einspritzventilen. Mit einem Einspritzdüsen-Prüfgerät lässt sich feststellen, welcher Zylinder für eine nachlassende Motorleistung verantwortlich ist. Der Monteur sollte dann die Einspritzdüse prüfen und sie reinigen oder austauschen.

Einspritzdüsen überprüfen: So erkennen Profis verkokte Einspritzdüsen

Hier sehen Sie Einspritzdüsen für einen Ottomotor mit Saugrohreinspritzung

Wenn Sie Ihre Einspritzdüsen prüfen lassen, baut der Mechaniker zunächst alle Einspritzdüsen aus. Im ersten Schritt unterzieht der Mechaniker jeden Injektor einem Eingangstest, um Fehlerquellen eingrenzen zu können. Es folgt das Prüfen der Funktion und des Strahlbildes jeder Einspritzdüse in unterschiedlichen Drehzahlbereichen. Das Verfahren zum Einspritzdüsen-Prüfen ist für Diesel und Benziner gleich. Am besten lassen sich die Einspritzdüsen auf einem speziellen Prüfstand testen. Allerdings verfügen nur wenige Werkstätten - meist nur Motoreninstandsetzer, über solch kostspieligen Testeinrichtungen.

Wie wird das Spritzbild der Einspritzdüse geprüft?

Um das Spritzbild einer Einspritzdüse zu prüfen, gibt es auf einem Prüfstand ebenfalls Vorrichtungen. Zur Prüfung wird die Düse fest eingespannt und an eine Kraftstoffleitung angeschlossen. Dann wird Kraftstoff mit hohem Druck durch die Düse gepumpt. Dabei zeigt sich das Spritzbild der Injektoren. Es sollte symmetrisch sein. Ist das Spritzbild asymmetrisch, liegen Ablagerungen vor, die den Weg des Kraftstoffs durch die Düse behindern.

Einspritzdüse defekt – was nun?

Lassen Sie die Einspritzdüsen überprüfen und erhalten Sie die Nachricht, dass die Düsen verkokt sind, gibt es mehrere Möglichkeiten: 

  1. Die einfachste und zugleich teuerste Methode ist der Einbau eines neuen Injektors. Dieser muss dann nur mit einem Diagnosegerät an das Motorsteuergerät angelernt werden.
  2. Kostengünstiger ist der Einbau eines Austauschinjektors. Dabei wird der ausgebaute Injektor an den Hersteller zurückgeschickt.
  3. Einige Spezialisten können Einspritzdüsen überholen. Sie zerlegen den Injektor und tauschen fehlerhafte Bauteile aus.

Welche Option im individuellen Fall am günstigsten ist, kann eine Werkstatt beurteilen. Es hängt von der Laufleistung und dem Alter des Fahrzeugs ab.

Warum die Einspritzdüsen vom Profi reparieren lassen?

Bei modernen Dieselfahrzeugen kommen so gut wie ausschließlich Common-Rail-Einspritzanlagen zum Einsatz. Ein Laie kann daran keinerlei Arbeiten durchführen. Die Anlagen sind nicht nur empfindlich, sie arbeiten außerdem mit sehr hohem Druck, der bei unkontrolliertem Entweichen schwere Verletzungen verursachen kann. Für Arbeiten an Common-Rail-Systemen sind spezielle Diagnosegeräte und Werkzeuge erforderlich. Wenn Sie den Verdacht haben, dass der Motor Ihres Autos nicht richtig funktioniert, sollten Sie die Einspritzdüsen überprüfen lassen – am besten beim Profi.