Karosserieschaden am Auto

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Karosserieschaden: Rechtslage, Kosten der Reparatur und Werkstattsuche

Die Palette von Blechschäden reicht von kleinen Hageldellen oder Parkremplern bis hin zu ausgewachsenen Auffahrunfällen. Je nachdem, welche Fahrzeugteile in Mitleidenschaft gezogen wurden (Frontschaden, Heckschaden, Seitenschaden) und wie schwer der Aufprall war, reicht die Palette von kleineren Bagatellen bis zum wirtschaftlichen Totalschaden. Pauschalaussagen über die zu erwartenden Reparaturkosten sind deshalb unseriös – erst in der Reparaturwerkstatt, gegebenenfalls nach Abbau einiger Karosserieteile, ist das wahre Schadensausmaß konkret festzustellen. Ob und wie ein Karosserieschaden behoben werden sollte, klären Sie also am besten im Dialog mit ihren Werkstattexperten.

Einen zertifizierten Karosseriefachbetrieb in Ihrer Nähe finden Sie über die FairGarage-Werkstattsuche. Sie bekommen einen konkreten Kostenvoranschlag nach der fachmännischen Begutachtung des Karosserieschadens vor Ort.  Bei einem Versicherungsfall übernimmt der Karosseriefachbetrieb die gesamte Abwicklung mit der leistungspflichtigen Kfz-Versicherung. 

 In diesem Artikel finden Sie folgenden Informationen zum Karosserieschaden:

Was gehört zur Karosserie eines Fahrzeugs?

Karosserie eines Fahrzeuges

Der Aufbau eines Autos, der der Aufnahme und dem Schutz von Insassen sowie Ladung dient, wird als Karosserie (vom französischen „carrosse“ = Kutsche) bezeichnet. Auch wenn der Übergang zwischen Fahrgestell und Fahrzeugrahmen im Laufe der automobilen Historie teilweise fließend geworden ist: Zum traditionellen „Blechkleid“ eines Autos – das heutzutage neben dem traditionellen Werkstoff Stahl vor allem auch aus Aluminium und Kunststoff besteht – gehören neben allen Türen und Klappen also auch das Dach, die Stoßfänger, Radhäuser, Schweller, Seitenwände sowie die A-, B- und C-Säulen, die den Rahmen der Fahrzeugverglasung bilden.

Wie entstehen Karosserieschäden und müssen diese behoben werden?

Da die Karosserie also die Außenhaut eines Fahrzeugs darstellt, ist sie bei so gut wie allen Anstößen betroffen, die die schützende Lackschicht durchdringen: Neben Parkremplern und Kontakt mit Bordsteinen oder Geschwindigkeitsschwellen können – abgesehen von klassischen Verkehrsunfällen – auch Witterungseinflüsse wie Schneelast, Hagel oder Sturm zu Beschädigungen an der Karosserie führen. Im Laufe eines Autolebens dürfte also nur ein äußerst geringer Anteil fahrbarer Untersätze als komplett schadenfrei gelten dürfen.

Während Dellen und Beulen meist nur die Optik beeinträchtigen, stellen Risse und Roststellen Verletzungen im Blech oder Kunststoff dar, die möglichst schnell behoben werden sollten. Da für die fachgerechte Bearbeitung selbst kleinerer Dellen handwerkliches Geschick und Spezialwerkzeug notwendig ist, ist von Do It Yourself-Versuchen dringend abzuraten. Ob an einer bestimmten Stelle Druck oder Zug ausgeübt werden darf, Trennschnitte möglich sind oder wie der Rostschutz aus der Serienproduktion wieder hergestellt werden kann, muss eine Fachwerkstatt beurteilen.

Bei welchen Karosserieschäden darf ein Fahrzeug als unfallfrei verkauft werden?

Wird ein Gebrauchtwagen als unfallfrei angeboten, darf es keinen „nennenswerten Schaden oberhalb der Bagatellschadengrenze“ – laut BGH (Bundesgerichtshof) rund 750 Euro – erlitten haben. Kleinere Parkrempler oder Hageldellen führen also nicht zwangsläufig zum Verlust des Attributs unfallfrei. Da – vor allem bei modernen Fahrzeugen mit vielen Assistenzsystemen und oft teuren Leichtbaukarosserien – die Höhe der zu erwartenden Reparaturkosten gerade für Laien schwer abzuschätzen sind, sollte in Grenzfällen ein erfahrener Kfz-Sachverständiger hinzugezogen werden. Verschweigt der Verkäufer Unfallschäden, die später – zum Beispiel in einer Fachwerkstatt – nachgewiesen werden können, hat der neue Besitzer Anspruch auf Schadenersatz, da die Offenbarungspflicht verletzt wurde.

Welche Konsequenzen hat Fahrerflucht nach einem Parkschaden?

Begutachtung der Karosserieschäden in einer Fachwerkstatt

Vorsicht ist auch geboten, wenn ein geparktes Fahrzeug beim Rangieren unabsichtlich beschädigt wird. Auch bei kleineren Kratzern oder Dellen darf sich der Unfallfahrer nicht unerlaubt vom Ort des Geschehens entfernen – er riskiert sonst ein Verfahren wegen Fahrerflucht nach § 142 des Strafgesetzbuchs (StGB). Als angemessene Wartezeit gilt eine Zeitspanne zwischen 20 und 60 Minuten. Taucht der Besitzer des beschädigten Autos nicht auf oder ist – zum Beispiel in einem Einkaufszentrum – nicht zu ermitteln, muss der Autofahrer den Parkunfall der Polizei melden. Ein am betroffenen Fahrzeug hinterlegter Zettel mit Kontaktdaten unterstreicht zwar die ehrlichen Absichten eines Verkehrsteilnehmers, ist aber strafrechtlich gesehen nicht ausreichend – auch hier drohen Geld- und sogar Freiheitsstrafen.

Welche Strafen drohen bei Fahrerflucht nach einem Parkschaden?

Je nach Höhe des verursachten Karosserieschadens werden verschiedene Sanktionen verhängt: Bis zu Reparaturkosten von rund 600 Euro wird gegen Zahlung einer Geldstrafe das Verfahren meist eingestellt, wenn der Verursacher ausfindig gemacht werden kann. Liegt die Schadenhöhe zwischen 600 und 1.300 Euro, kann ein Monatsgehalt als Strafzahlung festgelegt werden. Zudem erwarten den Unfallfahrer zwei Punkte in der Verkehrssünderdatei in Flensburg sowie ein Fahrverbot von bis zu drei Monaten. Ab 1.300 Euro Reparaturkosten übersteigen Geldstrafen in der Regel das Monatsgehalt des Verursachers. Dieser bekommt zudem drei Punkte im Fahreignungsregister eingetragen und muss mit einem Führerscheinentzug inklusive Sperrfrist von sechs Monaten rechnen. In diesem Zeitraum wird die zuständige Behörde die Fahrerlaubnis nicht wieder ausstellen.

Wird der Unfall ordnungsgemäß gemeldet, übernimmt - sofern vorhanden – die Vollkaskoversicherung die Schäden am eigenen Fahrzeug, während die (obligatorische) Kfz-Haftpflicht den Halter beziehungsweise Eigentümer des abgestellten Autos entschädigt.

Was muss bei der Schadenmeldung der Karosserieschäden beachtet werden?

Richtet sich die Schadenmeldung an die eigene Kfz-Versicherung, kann diese telefonisch oder per Online-Formular abgesetzt werden. In der Regel sollte ein Unfall möglichst schnell, längstens aber in einer Woche nach Schadeneintritt gemeldet werden. Folgende Daten sind in der Regel relevant: Neben dem Kennzeichen des eigenen Fahrzeugs und der Versicherungsnummer werden auch die persönlichen Informationen abgefragt. Neben einer Kurzzusammenfassung des Unfallgeschehens mit Orts- und Zeitangaben wird meist auch eine Beschreibung der entstandenen Schäden abgefragt. Von einer Schätzung der entstandenen Reparaturkosten sollten Versicherungsnehmer dabei Abstand nehmen und die Feststellung der Schadenhöhe erfahrenen Kfz-Sachverständigen oder den Experten der Reparaturwerkstatt überlassen. Neben den eigenen Daten wird die Kfz-Versicherung auch Informationen zum Unfallgegner und - soweit vorhanden - Zeugen einholen, um die Schuldfrage möglichst eindeutig zu klären.

Soll die Polizei einen gerade passierten Unfall vor Ort aufnehmen, können die klassischen „fünf W“ hilfreich sein: Wer ruft an und meldet den Unfallschaden? Wo hat sich der Crash ereignet? Was genau ist passiert, gibt es eventuell (mehrere) Verletzte? Wie viele Fahrzeuge/Personen sind involviert? Zu guter Letzt sollte auf mögliche Rückfragen der Leitstelle gewartet werden, die danach die erforderlichen Schritte organisieren wird.